Trends 2030 – Andere Länder, andere Sitten?!

28.11.2016 , 18:30 Uhr

General Aviation Center
1300 Schwechat, Steinriegelweg

Herausforderungen einer multikulturellen Arbeitswelt

Arbeit ist ein Schlüssel zur gelungenen Integration – das beweisen viele Beispiele. Doch bis Migrantinnen und Migranten in der österreichischen Arbeitswelt ihren Platz finden können, sind viele Herausforderungen zu bewältigen: Neben sprachlichen Barrieren und der oft mangelnden Qualifikation sind das vor allem die Unterschiede in Kultur und Werten, die sich in der multikulturellen Zusammenarbeit zeigen.

Es diskutieren unter der Moderation von Gerold Gross:

  • Mag. Petra Draxl, Landesgeschäftsführung AMS Wien
  • Univ. Prof. Rainer Münz
  • Mag. Klaus Schwertner, Caritas Wien
  • Univ. Prof. Dr. Bassam Tibi, Prof. für internationale Beziehungen, Islamologe
  • Selfet Yilmaz (ATIB)

Es ist viel zu tun, damit Integration am Arbeitsplatz erfolgreich funktionieren kann. In diesem einen Punkt waren sich die AMS Wien Geschäftsführerin Petra Draxl der deutsch-syrische Politologe und Islamexperte Bassam Tibi, Bevölkerungswissenschaftler und Juncker-Berater Rainer Münz, Caritas Wien Generalsekretär Klaus Schwertner und ATIB Generalsekretär Selfet Yilmaz einig. Was aber das richtige Maß zwischen Toleranz und den Vorgaben der „Leitkultur“ ist, ob Rücksicht auf Religion und Kultur überhaupt notwendig ist und wieviel kulturellen Mix die Arbeitswelt verträgt – darüber diskutierte das bewusst kontroversiell besetzte Podium, moderiert von Gerald Gross, in knapp zwei kurzweiligen, emotions- und inhaltsgeladenen Stunden vor einem überaus interessierten Publikum. Das General Aviation Center des Flughafen Wien-Schwechat bot dafür den passenden Rahmen, nicht zuletzt, weil die Flughafen Wien AG selbst Mitarbeiter aus über 50 Nationen beschäftigt. Neben Flughafen-Vorstand Günter Ofner brachte auch der Geschäftsführer des Sicherheitsdienstleisters G4S, Chef von Mitarbeitern 85 unterschiedlichen Staatsbürgerschaften, auf den Punkt, dass Unternehmen nicht die gesamte Last der Integrationsarbeit stemmen können – auch wenn sie heute schon großen Anteil daran haben. Das Catering übernahm als erfolgreiches Beispiel für Integrationsarbeit Cornelia Mayer mit ihrem Social Start Up „Topfreisen“: Neun Asylwerber aus Syrien überraschten die Gäste im General Aviation Center mit Speisen aus ihrer Heimat.

„Von 4,2 Millionen Beschäftigen in Österreich haben 15% keinen österreichischen Pass – das ist ein Spitzenwert in Europa. Allein diese Zahlen zeigen, dass Integration am Arbeitsplatz ein Thema für uns sein muss – aufgrund der ganz unterschiedlichen Niveaus, Kulturen und Ausgangssituationen der Menschen. Darum ist mir diese Diskussion heute wichtig – damit wir auch die aktuelle Zuwanderung ähnlich gut meistern wie schon in der Vergangenheit, etwa die Balkankrise“, so Wolfgang Sobotka, Präsident des Alois Mock Instituts.

Hier gehts zum umfassenden Report zur Veranstaltung.

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