Unternehmensgründer & Startups – Chancen & Risiken

14.09.2017 , 19:00 Uhr

Panoramasaal der HYPO NOE, St. Pölten
3100 St. Pölten, Hypogasse 1

Startups: Die Hürden und Freuden des Gründens

Am Podium des Alois Mock Instituts zu den „Trends 2030 – Unternehmensgründer und Startups – Chancen & Risiken“ diskutierten Business Angels sowie Unternehmer die Schwierigkeiten von Gründern.

Gründerland Niederösterreich. Nicht nur im Silicon Valley oder in Berlin versuchen es JungunternehmerInnen mit ihren Ideen am Startup-Markt. Doch sind Startups, also kürzlich gegründete Unternehmen, das neue große Geschäft oder nur ein Trend, der bald wieder verschwindet? Dazu hat das Alois Mock Institut gemeinsam mit der HYPO NOE nach St. Pölten geladen, um über die Chancen und Risiken von Unternehmensgründungen zu diskutieren.

Generaldirektor der HYPO NOE, KR Dr. Peter Harold, spricht davon, dass schon früher Startups wichtig waren, „um zu zeigen, ich bin innovativ, ich denke weiter! Und genau das ist, was wichtig ist für die Weiterentwicklung der Zukunft, dass es Personen gibt, die sagen „Ich gehe aus dem Traditionellen heraus, ich überlege mir etwas neues, ich bin außerhalb des Mainstreams.“ Und dann gibt es ein paar die schaffen es ganz nach oben, aber es gibt sehr, sehr, sehr viele und danke an alle diejenigen, die bereit sind sich hier diesem sehr schwierigen Prozess zu unterwerfen, unternehmerisch zu sein und hier etwas Neues zu entwickeln“, so Harold.

Der Präsident des Alois Mock Instituts Wolfgang Sobotka freue sich, dass dieses Thema hier im Panoramasaal der HYPO NOE aufgegriffen wird, auch wenn traditionelle Banken, nicht gerade die ersten Finanziers von Startups seien. „Startups ist ein Modewort geworden in den letzten Jahren. Die Frage, wie es den GründerInnen dann geht, ist etwas ganz was anderes. Auf der einen Seite führen wir schon seit Jahren den Bürokratieabbau, wir merken aber demokratische Hürden in dieser Situation, wir bemühen uns gesetzliche Vereinfachungen zu treffen und sehen, dass wir den demokratischen Konsens in der Form nicht bringen, der notwendig ist, um letztendlich das wesentlich zu erleichtern“, erklärt Sobotka die Schwierigkeiten der Gründerszene. Man wisse aber ganz genau, wenn man diesen Schritt nicht setze, würde Österreich zurückfallen, was die Gründeridee und ihre Durchsetzung betreffe, so Sobotka.

Mag. Petra Patzelt , Geschäftsführerin von RIZ, Niederösterreichs Gründer-Agentur, spricht gleich zu Beginn einen für Gründer sehr wichtigen Punkt an: Information. „Wir versuchen Gründer bestmöglich für den Start in die Selbstständigkeit zu rüsten“, so Patzelt. „Das Angebot ist kostenlos. Des Weiteren bieten wir Kontakte und ein Netzwerk, weil, man braucht auch nicht alles neu erfinden“, sagt Petra Patzelt.

Auch Ing. Heinrich Prokop sieht ein Startup gut beraten, sich relativ früh mit Menschen zu umgeben, die dieses Startup durch die Zeit durchtragen, als Mentor, als Business Angel oder als Investment Fund. „Jemand der hier mitgeht an deiner Seite, ist ein ganz wichtiges Asset. Das verhindert den relativ schnellen Tod“, so Prokop.

Als wichtigstes Thema sieht der Unternehmensberater Dr. Mag. Philipp Kinsky die Leidenschaft: „Das ist das Um und Auf, Gründer deren Augen leuchten, während sie mir von ihrer Geschäftsidee erzählen.“ Außerdem sei das Team entscheidend, die Ausdauer aus Fehlern zu lernen und dann auch eine hohe Risikoneigung zu haben, sagt Kinsky.

Einig ist man sich am Podium auf jeden Fall, dass man sich als GründerIn Hilfe und Information holen sollte. Neben dem RIZ Niederösterreich bietet auch die HYPO NOE Beratung für Leute an, die gute Ideen haben. Zwei dieser Leute stellten an diesem Abend auch ihre Produkte vor. So gab es den alkoholischen Tee von Lena Weichselbaum „Teamore“ zu kosten und Oliver Pesendorfer zeigte in einem Video, was der sogenannte McCube kann: Das Haus zum Mitnehmen.